Titel: Verbesserungen an Taschenuhren, worauf Isaac Brown, Uhrmacher in Gloucester Street, Clerkenwell, Middlesex, sich am 23. Sept. 1829 ein Patent ertheilen ließ.
Fundstelle: Band 38, Jahrgang 1830, Nr. XCVICXVI., S. 362
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XCVICXVI. Verbesserungen an Taschenuhren, worauf Isaac Brown, Uhrmacher in Gloucester Street, Clerkenwell, Middlesex, sich am 23. Sept. 1829 ein Patent ertheilen ließ. Aus dem London Journal of Arts, N. 23., und dem Repertory of Patent-Inventions, N. 64. Mit Abbildungen auf Tab. VII.Wir liefern Hrn. Brown's Patent auf Uhren, die man ohne Schluͤssel ausziehen kann, etwas spaͤter, weil dasselbe in dem Handwerker bereits fruͤher, N. 100. im Julius erschien, und weil wir bereits mehrere, und sogar alte, Vorrichtungen besizen, Uhren ohne Schluͤssel aufzuziehen, dergleichen wir eine, auf welche Hr. Berolla sich ein Patent geben ließ, im XXXI. Bd. des polyt. Journ., S. 296. beschrieben haben. Erst kuͤrzlich hat ein beruͤhmter Uhrmacher in Stuttgart, Hr. Hildenbrandt, Uhren, die man ohne Schluͤssel aufziehen kann, nach einer neuen von ihm erfundenen Vorrichtung verfertigt.Da der Handwerker a. a. O. in einer gegen uns (als Reclamanten unseres Eigenthumes) gerichteten Note S. 192. sagt: „wir legen darauf keinen Werth, ob wir etwas zuerst uͤbersezen, sondern nur darauf, daß wir gut waͤhlen fuͤr unser Publikum und richtig uͤbersezen;“ so haben wir die Uebersezung dieser Patent-Erklaͤrung des Hrn. Brown im Handwerker N. 100. mit dem Originale verglichen, und uͤberdieß noch durch einen Dritten unsere Uebersezung mit dem Originale und mit der Uebersezung im Handwerker vergleichen lassen, und die Abweichungen und Weglassungen in lezterem in Anmerkungen beigefuͤgt, damit der Leser mit eigenen Augen sehen mag, wie richtig oͤfters selbst in jenen Blaͤttern uͤbersezt wird, die nur darauf Werth legen, daß sie richtig uͤbersezen.A. d. Ue. Brown, Verbesserungen an Taschenuhren. Die Verbesserungen des Patent-Traͤgers sind: 1) eine Methode, das Uhrwerk einer Taschenuhr oder eines Chronometers ohne Uhrschluͤssel, bloß durch eine Verbindung des Ringes, welcher das Uhrglas haͤlt, (besel of the case) mit dem gehenden Federhause (Cylinder) (going barrel) oder mit der gehenden Schneke (going fusee) aufzuziehen. 2) gewisse Weisen, diese Uhren oder Chronometer mit einem Weker zu verbinden, um lezteren zu jeder beliebigen Zeit laut werden zu lassen. 3) eine Vorrichtung, wodurch ein Uhrgehaͤuse ein niedlicheres Ansehen erhaͤlt, indem dadurch das Knoͤchelgefuͤge wegfallt, mittelst dessen es gewoͤhnlich geoͤffnet wird. 1) Aufziehen ohne Schluͤssel. Wenn die Taschenuhr, welche aufgezogen werden soll, eine sogenannte gehende Schneke hat; so ist meine Verbesserung an derselben, wie in Fig. 3., wo eine Taschenuhr mit einer sogenannten gehenden Schneke und mit meiner Erfindung an derselben dargestellt ist: das Zifferblatt ist abgenommen, damit man das neue Werk sehen kann. a ist das Rad des Federhauses, oder Cylinders (barrel ratchet), welches die Federkraft der unterhalt. Es ist großer als gewoͤhnlich, um mehr Kraft zu gewinnen. b der Sperrkegel, der in das Rad des Federhauses eingreift, und den Ruͤkgang desselben verhindert. c ist die Feder des Sperrkegels. dd ist der Aufzieher, der mit den Zaͤhnen des Rades des Federhauses correspondirt. Er besteht aus einem kreisfoͤrmigen Ringe, mit einem inneren kreisfoͤrmigen Zahnrade a. Der Aufzieher ist gewoͤhnlich aus Stahl, ungefaͤhr halb so dik, als der Raum zwischen der Saͤulenplatte und dem Zifferblatte; er kann aber auch aus Messing, oder aus irgend einem harten dauerhaften Metalle seyn. Der Aufzieher ist in den Ring des Gehaͤuses, welcher das Glas haͤlt, (in den sogenannten BeselWir erlauben uns dieses altsaͤchsische Wort wieder in die deutsche Sprache des 19ten Jahrhundertes, statt seiner Umschreibung und der zweideutigen Synonyme Fassung, aufzunehmen. Besikel sind niederdeutsch Brillen.A. d. Ue.) eingelassen, und wenn dieser gehoͤrig an dem Gehaͤuse angebracht ist, muß der Aufzieher gerade noch von der Saͤulenplatte frei stehen;Just free of the pillar plate.“ Im Handwerker und Kuͤnstler heißt es: die Saͤulenplatte beinahe beruͤhren;“ was nicht richtig uͤbersezt ist, und zu, Irrungen Veranlassung geben koͤnnte.A. d. R. er ist an dem Besel mittelst Schrauben und Stifte befestigt, oder kann, wie es am bequemsten ist,As most convenient.“ Ist im Handwerker bloß durch oder auch uͤbersezt, d. i. so viel als foͤrmlich weggelassen.A. d. R. eingekittet werden. Die Viereke, eee, sind kleine Zapfen, zur Stuͤzung des Zifferblattes, um dasselbe in gehoͤriger Entfernung von der Saͤulenplatte zu halten.To support the dial from the pillar plate.“ Im Handwerker heißt es: Stuͤzen, welche die Saͤulenplatte in gehoͤriger Entfernung vom Zifferblatte halten.“ Dieß ist nun durchaus nicht der Fall. Die Saͤulenplatte ist durch ihre Saͤulen befestigt und gestuͤzt; das Zifferblatt wird hier durch diese Zapfen gestuͤzt.A. d. R. Die kleinen Kreise in der Naͤhe obiger Viereke stellen die Loͤcher zur Aufnahme der Fuͤße des Zifferblattes vor: leztere koͤnnen auf die gewoͤhnliche Weise mit stiften befestigt werden, oder das Zifferblatt kann auch mit Schrauben, die durch die Vorderseite desselben laufen, aufgeschraubt werden. Die Verbindung des Besels und die Form des Gehaͤuses sieht man deutlicher in Fig. 31., wo ich einen Durchschnitt desselben zur besseren Einsicht dargestellt habe. In dieser Figur ist aa der Besel, unten mit einem hervorstehenden Rande, oo, dessen aͤußere Kante schief in Form eines Schwalbenschwanzes zugedreht ist, und in die Furche des Gehaͤuses, ii,ii ist weder im London Journal noch im Repertory angedeutet. Es waͤre sehr zu wuͤnschen gewesen, daß diese Zusammenfuͤgung der beiden Gehaͤusedekel deutlicher abgebildet und beschrieben worden waͤre. Es waͤren dadurch auch die Mißverstaͤndnisse im Handwerker erspart.A. d. Ue. paßt. Der Besel ist hier als aus der Furche des Gehaͤuses ausgehoben dargestellt, damit man ihn deutlicher sieht. Um zu verhuͤten, daß der Besel nicht aus seinem Lager aufsteigt, wenn die Uhr geschlossen ist, sind drei oder mehr Schrauben angebracht, wie man bei p sieht: sie laufen in gleichen Abstaͤnden durch das Gehaͤuse. Die Spizen derselben kommen gegen die schiefe Kante oder den Schwalbenschweif des unten hervorragenden Randes des Besels, und hindern das Aufsteigen desselben, waͤhrend zu gleicher Zeit dem Besel freie Umdrehung gestattet ist. Ich bediene mich zuweilen dreier staͤhlerner Zaͤpfchen, g, g, g, Fig. 5., die an der Platte angeschraubt werden, und uͤber den Ach zieher so hervorragen, daß derselbe sich frei und leicht bewegen kann.I sometimes use three steel studs, as represented at ggg, Fig. 3., which are screwed to the plate, and project over the winder so, as to let the winder move easy.“ Dieß ist im Handwerker so uͤbersezt: Ich bediene mich manchmal dreier staͤhlerner Kloͤbchen, wie sie bei ggg dargestellt sind, um den Aufzieher niederzuhalten, indem sie sich uͤber denselben her erstreken, doch so, daß sich derselbe leicht bewegen laͤßt.“ Es ist im Originale kein Wort davon: „um den Aufzieher niederzuhalten;“ wohl aber von freier und leichter (easy) Bewegung.A. d. R. b, Fig. 31. ist das Rad des Federhauses; cc, der Aufzieher; d die Platte des Gehewerkes (movement plate); e, der Boden des Gehaͤuses; g, das Glas. Wenn man nun Fig. 3. untersucht, so wird es klar werden, daß, wenn der Besel des Gehaͤuses, hh, (an welchem der Aufzieher befestigt ist) von der Rechten zur Linken im Kreise umher bewegt wird, die Zaͤhne des Aufziehers in die Zaͤhne des Rades, a, eingreifen werden, welches auf dem vierekigen Theile der Spindel oder des Zapfens befestigt ist, und dadurch auch diesen lezteren drehen, und so die Hauptfeder aufziehen werden. Wenn meine Vorrichtung aber zum Aufziehen einer Uhr mit einer Schneke gebraucht wird, so gibt dieß einen wesentlichen Unterschied, wie aus Fig. 4. deutlich erhellen wird. In diesem Falle ist aa der Aufzieher mit einwaͤrts gekehrte Zaͤhnen des Rades. b ist das aufziehende Rad, welches sich auf einem kleinen hohlen Cylinder dreht, der sich aus einer Stahlplatte erhebt, die in die Saͤulenplatte der Taschenuhr eingelassen, und mit drei Schrauben befestigt ist, so daß dieser Cylinder uͤber die Platte um nicht mehr als um die Dike des Bodens des Aufzieherades emporragt. Fig. 5. stellt die Stahlplatte mit ihrem Cylinder im Perspective dar. Fig. 6. zeigt das Aufzieherad mit seinem Sperrkegel und mit seiner Feder einzeln und abgenommen, und Fig. 7. dasselbe im Durchschnitte. Man wird nun bei Vergleichung von Fig. 4. wahrnehmen, daß der vierekige Theil der Schneke durch den Cylinder kommt, um welchen sich das Aufzieherad dreht, und so viel uͤber denselben emporragt, als noͤthig ist, um das Sperrrad des Aufzieherades, c, aufzunehmen, welches auf dem vierekigen Theile aufgesezt ist, und daselbst mittelst eines durch das Ende durchlaufenden Stiftes festgehalten wird. Ich muß hier bemerken, daß das Sperrrad des Aufzieherades von dem Aufzieherade vollkommen frei ist, so daß, wenn der Sperrkegel des Aufzieherades beseitigt oder aus den Zaͤhnen des Sperrrades, c, ausgehoben ist, der Schneke nach jeder Richtung freie Bewegung gestattet wird. Es ist nun offenbar, daß, wenn der Besel der Taschenuhr, an welcher der Aufzieher angebracht ist, von der Rechten zur linken herumgedreht wird, die Zaͤhne des Aufziehers, die in das Aufzieherad eingreifen, dasselbe veranlassen werden sich um den Cylinder zu drehen. Der Sperrkegel des Aufzieherades wird nun in das Sperrrad desselben fallen, so daß dieses auch zugleich mit herumgefuͤhrt werden wird, und da lezteres auf dem vierekigen Theile der Schneke fest sizt, wird es die Hauptfeder der Taschenuhr aufwinden. Wenn die Uhr auf diese Weise aufgezogen ist, so wird sie nicht ehe gehen koͤnnen, als bis der Sperrkegel des Aufzieherades b aus dem Sperrrade desselben c ausgehoben wird. Ich hebe daher denselben auf folgende Weise aus. dd sind zwei staͤhlerne Klammerchen, von welchen eines in Fig. 3. von der Seite dargestellt ist. Sie sind auf der Platte aufgeschraubt, und stehen uͤber das Aufzieherad in einer schiefen Richtung hervor, wie man in Fig. 4. sieht, so daß ihre Spizen von dem Sperrkegel des Aufzieherades frei bleiben. Die Vorspruͤnge der Spizen dieser Klaͤmmerchen liegen leicht auf dem Boden des Aufzieherades auf, und verhuͤten das Aufsteigen desselben von dem Cylinder. Es ragt ferner von der Spize des Sperrkegels eine zarte kreisfoͤrmige Feder hervor, deren Ende von dem Mittelpunkte weiter absteht, als der Sperrkegel oder die Sperrkegelfeder (wie man in Fig. 6. sieht); diese zarte Feder wird also waͤhrend des Auswindens, so wie sie vor einem oder dem anderen Klaͤmmerchen voruͤberzieht, einwaͤrts gebogen; wenn aber der Besel in entgegengesezter Richtung gedreht, wird, von der Rechten zur linken, so greift der Vorsprung eines jeden dieser Klaͤmmerchen innerhalb der besagten Feder ein, und hebt den Sperrkegel aus dem Sperrrade des Aufzieherades aus, und wenn die Spize des Klaͤmmerchens mit der Spize oder mit dem Ende des Sperrkegels in Beruͤhrung kommt, so geht er in dieser Richtung nicht mehr weiter. Ich bringe auch in kleiner Entfernung von dem Sperrkegel einen Stift in dem Aufzieherade an, um zu verhindern, daß es nicht zu hoch gehoben wird. Man sieht aus Fig. 6., daß die kleine, von dem Sperrkegel hervorspringende, Feder in der Naͤhe der Spize des Sperrkegels etwas breiter wird, so daß, wenn der Vorsprung des Klammerchens vor dieser Erweiterung voruͤbergezogen ist, er nicht so leicht wieder zuruͤk kann: dieß geschieht vorzuͤglich darum, um den Aufzieher gegen eine ruͤkgaͤngige Bewegung zu sichern, wenn die Uhr in der Tasche getragen wird. Ich ziehe aber ein Hammerwerk vor, so wie es gewoͤhnlich an den meisten Taschenuhren mit Hemmwerk angebracht ist, und das sich an irgend einem bequemen Theile anbringen laͤßt.But I prefer a stop work, such as is generally used to most stop watches, which may be introduced at any convenient part. Dieß ist im Handwerker uͤbersezt: „indeß ziehe ich ein Hemmwerk vor, wie es an den meisten Uhren angebracht ist, deren Gang sich beliebig aufhalten laͤßt.“ A. d. R. g in Fig. 4. zeigt ein solches Hemmwerk: die Spize des Armes greift in die Zahne des Aufziehers, wodurch der Besel gehindert wird sich waͤhrend des Tragens der Uhr zu drehen. Ich richte nicht immer den Aufzieher so ein, daß sich derselbe waͤhrend des Aufziehens nach einer und derselben Richtung dreht, sondern ich befolge zuweilen folgenden Plan, der einfacher und wohlfeiler ist, als der so eben beschriebene. aa, Fig. 9. ist eine Zahnstokvorrichtung zum Aufziehen, welche sich um einen Schraubenzapfen oder um eine Stuͤze bei g dreht. In der Naͤhe der aͤußeren Kante dieser Vorrichtung, bei h, sind zwei Stifte, und ein kurzer aus dem Besel hervorstehender Arm bei n kommt zwischen diese beiden Stifte zu liegen, so daß, wenn man den Besel dreht, sich diese Vorrichtung auf ihrer Stuͤze vorwaͤrts und ruͤkwaͤrts bewegt. Der Umfang dieser Bewegung wird durch die Laͤnge des Aufziehezahnstokes, b, bestimmt. Dieß kann auch durch einen zweiten, bei i aus dem Besel hervorstehenden. Arm geschehen, und durch die zwei Aufhaͤlter oder Stifte, p, q, die in die Platte eingelassen sind. Wenn der Aufziehezahnstok in der in der Zeichnung dargestellten Lage sich befindet, mit seinem hinteren Ende gegen den Rahmen ruhend, wie bei s, so bildet er ein vollkommenes Segment von dem Drehezapfen oder Stuͤzpunkte bei g aus, und ist mittelst zweier Arme, uu, mit dem Rahmen verbunden. Ein Ende eines jeden dieser Arme ist mit dem Zahnstoke, das andere mit dem Rahmen mittelst Schraubendrehezapfen verbunden, auf welchen sie sich leicht drehen: die Arme stehen in etwas schiefen Richtungen gegen die Stuͤze bei g. Es ist nun offenbar, daß, wenn der Besel des Gehaͤuses von der Rechten zur Linken bewegt wird, er den Aufziehezahnstok sammt seinem Rahmen in derselben Richtung mit sich ziehen muß, und daß die Zahne des Zahnstokes, die in die Zaͤhne des Sperrrades des Aufzieherades, c, eingreifen (welches auf dem vierekigen Theile der Schneke befestigt ist), dieses Sperrrad um so viele Zaͤhne herumfuͤhren werden, als Zaͤhne im Zahnstoke in Thaͤtigkeit gesezt wurden; wenn aber der Rahmen wieder zuruͤkgedreht wird, und die geneigte Seite der Zaͤhne des Zahnstokes gegen die geneigte Seite der Zaͤhne des Sperrrades kommt, wird der Zahnstok in die Hoͤhe getrieben, und wieder zuruͤklaufen, ohne has Sperrrad zu treiben. An dem Zahnstokrahmen ist eine feine Feder bei x angeschraubt, dem Spize gegen das Ende des einen der Arme druͤkt, der etwas uͤber, den Schraubenzapfen hervorragt. Diese Feder soll den Zahnstok in seine Ruhe bei s zuruͤkfuͤhren, nachdem er uͤber das Sperrrad hinausgezogen ist. Auf diese Weise kann durch eine abwechselnde Bewegung des Besels hin und her, vorwaͤrts und ruͤkwaͤrts, die Uhr aufgezogen werden, worauf der Besel zuruͤk bewegt werden muß, bis der Arm i dicht an den Haͤlter p kommt, wo dann der Zahnstok von dem Sperrrade ganz frei werden und die Uhr gehen lassen wird. Um den Zahnstok desto leichter aus dem Sperrrade aufsteigen zu lassen, wenn der Besel auf diese Weise zu seinem Haͤlter p zuruͤkgefuͤhrt ist, bringe man einen Stift in das Ende des Zahnstokes bei o, der in eine Segmentfurche in der Platte bei d hervorragt, welche Furche bedeutend breiter als der Stift, und so lang ist, daß der Stift in dem Zahnstoke gegen das Ende etwas fruͤher ansteht, als der Arm i des Besels den Haͤlter p erreicht. Auf diese Weise wird der Zahnstok aus den Zahnen des Sperrrades geworfen, und wird in dieselben einfallen, wann die Uhr aufgezogen ist. Es muß aber auch hier ein Haͤmmerwerk von derselben Art angebracht werden, wie das bei g in Fig. 4. dargestellte, damit der Besel sich nicht bewegen kann, wenn die Uhr in der Tasche getragen wird. Ich wende auch folgende Methode zum Aufziehen einer Taschenuhr mit einer Schneke an, die vielleicht noch einfacher ist, als irgend eine der vorhergehenden. Man wird sie aus Fig. 32. begreifen. aa ist der Aufzieher, der an dem Besel befestigt ist, wie in Fig. 4. b ist das Aufzieherad, das an der Spindel der Schneke befestigt ist. c ist ein Zwischenrad, welches sich um einen Drehezapfen dreht, der in den Arm oder Hebel d eingeschraubt ist, welcher seinen Stuͤzpunkt in e hat, Das Ende dieses Armes kann etwas uͤber die Außenseite des Gehaͤuses hervorstehen, oder mit einem Schieber an der Kante des Gehaͤuses verbunden seyn, so daß, wenn man das Ende des Hebels oder Schiebers bewegt, das Zahnrad mit dem Aufzieherade in oder außer Umtrieb gesezt werden kann: nach der Lage des Stuͤzpunktes des Hebels wird es jedoch immer mit dem Aufzieher, aa, in Wirkung bleiben. Nenn die Uhr aufgezogen werden soll, wird das Rad c in Umtrieb mit dem Aufzieherade b gebracht, und wenn dann der Besel gedreht wird, wird die Uhr aufgezogen werden. Hierauf wird das Zwischenrad wieder außer Umtrieb gebracht, indem man den Schieber in entgegengesezter Richtung bewegt. Man wird begreifen, daß die Besel dieser lezten zwei Aufzieher in die Furche oder in das Bett auf dieselbe Weise eingeschraubt werden, wie es oben bereits beschrieben wurde. Ich muß auch bemerken, daß ich die Gangraͤder in der Zeichnung Fig. 3, 4, 9. bloß deßwegen auffuͤhrte, um die Lage der Raͤder zu zeigen, indem ich nicht im Sinne habe, irgend eine Veraͤnderung weder in der Groͤße noch in der Zahl der gewoͤhnlich gebrauchten Theile vorzunehmen.Dieser Saz fehlt gaͤnzlich im Handwerker S. 181., wo es dafuͤr heißt: „es versteht sich von selbst, daß der obere Gehaͤusring bei diesen beiden zulezt beschriebenen Aufziehewerken ebenfalls eine schwalbenschwanzfoͤrmige ausgekehlte Leiste hat, in der die Spizen von Schrauben liegen, bei welcher Einrichtung sich der Gehaͤusring, wie gesagt, drehen laͤßt, waͤhrend er doch mit dem unteren Theile des Gehaͤuses gehoͤrig verbunden ist.“ A. d. R. Um jedoch die Taschenuhr mit einer gehenden Schneke (going fusee) so flach zu machen, als moͤglich, nehme ich das bestaͤndige Sperrrad und die Gehefeder (going spring) zwischen dem großen Rade und dem Messing der Schneke (fusee brass) oder dem Spiralfederhause (spiral barrel), wo sie sonst immer hingesezt werden) heraus, und bringe sie an die untere Seite des großen Rades. Der Plan, den ich hierbei befolgte, ist folgender, und erhellt aus der Zeichnung. Fig. 10. ist die untere Seite des großen Rades. ee ist die Vertiefung oder die kreisfoͤrmige Hoͤhlung zur Aufnahme des bestaͤndigen Sperrrades: sie ist tief genug, um zu verhindern, daß die Zaͤhne des Sperrrades nicht uͤber die Oberflaͤche des Rades emporsteigen, wie man aus dem Durchschnitte dieses Rades in Fig. 14. sieht. Das Sperrrad dreht sich um eine Roͤhre, die, wie gewoͤhnlich, aus dem Rade ausgedreht ist. Innerhalb dieser Vertiefung ist eine Furche b zur Aufnahme der Gehe- oder Hauptfeder, Fig. 11., deren eines Ende mittelst eines Stiftes in dem großen Rade befestigt ist, und das andere in dem bestaͤndigen Sperrrade. Fig. 12. ist das bestaͤndige Sperrrad, (perpetual ratchet), mit seinen Sperrkegeln und Federn, dessen Zaͤhne an der unteren Seite emporsteigen, und nicht, wie gewoͤhnlich, an der Kante. Fig. 15. zeigt dasselbe im Durchschnitte. Fig. 13. ist das Sperrrad der Schneke. Fig. 16. ein Durchschnitt desselben. Die Schneke ist auf folgende Weise zusammengesezt. Erstlich wird das große Rad auf die Schneke gebracht; zunaͤchst kommt die bestaͤndige Feder in ihre Furche b; hierauf wird das bestaͤndige Sperrrad aufgesezt, und zulezt endlich das Sperrrad der Schneke, welches mittelst eines Stiftes an der Spindel der Schneke befestigt ist, damit das bestaͤndige Sperrrad nicht zu fest angehalten wird. Die Weise, nach welcher der Federvorfall (spring detant) auf die bestaͤndige Feder wirkt, (Fig. 17. zeigt den Federvorfall von der Seite) ist durch Fig. 18. dargestellt, wo man diejenige Seite der Platte sieht, die dem Zifferblatte zugekehrt ist. Die Schneke sieht man durch die Vertiefung fuͤr das dritte Rad. a, ist das große Rad. b, das bestaͤndige Sperrrad mit seinen Sperrkegeln und Federn. c, das Sperrrad der Spindel. Der Federvorfall ist in eine Furche in der Platte bei d eingelassen, so daß der Haken der Feder leicht auf den Zaͤhnen des bestaͤndigen Sperrrades aufliegt. Hieraus erhellt offenbar, daß der Federvorfall das bestaͤndige Sperrrad in Einer Richtung laufen lassen wird, nicht aber in der anderen, indem der Haken die Zahne fassen, und so den Ruͤkgang des Rades hindern wird. Auf diese Weise gewinne ich so viel Hoͤhe in der Schneke, als die Dike des bestaͤndigen Sperrrades betraͤgt.Die beiden Saͤze: indem der Haken und auf diese Weise etc.“ sind im Handwerker weggelassen. Dafuͤr heißt es daselbst aber: „Auf diese Weise kann ich, ohne die Uhr diker zu machen, die Schneke um die Staͤrke des fortwaͤhrend wirkenden Sperrrades erhoͤhen.“ A. d. R. Ich will hier die Weise erklaͤren, nach welcher meine Uhren, die man ohne Schluͤssel aufziehen kann, zusammengesezt und zerlegt werden: sie ist folgende. Nachdem das Gehewerk der Uhr (the movements) auf die gewoͤhnliche Weise zusammengesezt wurde, befestige ich dasselbe in dem Gehaͤuse mittelst Schrauben oder auf eine andere Weise, worauf ich (wenn die Uhr eine Schnekenuhr ist) die kleine Stahlplatte mit ihrem Cylinder anschraube, durch welchen der vierekige Theil der Schnekenspindel kommt. Hierauf seze ich das Aufzieherad auf den Cylinder, und befestige es an seiner Stelle mittelst seiner zwei Zapfen; zunaͤchst befestige ich mittelst eines Stiftes das Aufziehesperrrad an die Spindel der Schneke, und zulezt seze ich den Besel mit seinem Aufzieher auf, der auf die oben beschriebene Weise gegen das Aufsteigen aus seiner Furche gesichert ist. Endlich wird das Zifferblatt mit seinen Zeigern aufgesezt, und das Glas in den Besel eingeschnappt. Wenn die Uhr wieder in Stuͤke zerlegt werden soll, nehme ich zuerst das Glas heraus, indem ich einen kleinen Drath durch ein Loch in die Hoͤhe schiebe, das durch den Besel gegen die Kante des Glases gebohrt wurde, wie man bei o in Fig. 29. sieht. Hierdurch wird das Glas herausgeworfen. Hierauf nehme ich die Zeiger, und dann das Zifferblatt ab etc. Damit das Gehaͤuse gleichfoͤrmig und nett ausfaͤllt, indem kein Gefuͤge an dem schiebbaren Besel ist, beseitige ich das aͤußere Gefuͤge des Bodens des' Gehaͤuses, indem ich eine Vorrichtung anbringe, die ich Knoͤchelfeder (spring knuckle) nennen will, die man von außen nicht sieht. Diese Vorrichtung ist in Fig. 19. dargestellt. a, ist der Boden des Gehaͤuses, welcher die Knoͤchelfeder enthaͤlt. bb, ist die Feder, welche halbkreisfoͤrmig nach der Groͤße des Gehaͤuses gemacht ist. Gegen die Enden hin ist sie etwas dik, wo sie an dem Boden des Gehaͤuses entweder mittelst Schrauben, oder auf eine andere Weise befestigt ist. Der andere Theil der Feder ist etwas duͤnn, bis er in die Naͤhe des Knoͤchels kommt, so daß er bei einem sehr kleinen Druke nachgibt. Der Knoͤchel steht hoͤher als die Feder, und wird in solcher Hoͤhe verfertigt, wie es die Dike des Gehaͤuses fordert: er ist aus dichtem Stahle, welcher Federharte besizt. Fig. 20. zeigt die Knoͤchelfeder im Perspektive. c ist der Zapfen, der auf dem Boden des Gehaͤuses aufgeschraubt ist, und etwas uͤber die Feder vorsteht: er soll verhuͤten, daß das Gehaͤuse nicht zu weit geoͤffnet wird, und die Feder keine Gewalt erleidet. Fig. 21. zeigt diesen Zapfen von der Seite. dd ist das Gefuͤge oder der Knoͤchel des Gehaͤuses. Meine Erfindung besteht ferner in einer neuen mechanischen Vorrichtung und Verbindung von Werken, die sich uͤberall anwenden laͤßt, wo ein Weker gesperrt oder losgelassen, oder auch ein Schlagwerk an einer Stokuhr, das ganze und Viertelstunden schlaͤgt, gestellt werden soll. Fig. 22. stellt dasjenige vor, was man gewoͤhnlich das Zifferblatt oder Zeigerwerk (dial-work) an einer Uhr nennt, an welcher meine Erfindung angebracht ist. Zuerst das, was den Weker betrifft, a ist die Wekerschneke, deren hintere Spindel durch beide Platten des Gehewerkes oder der Uhr durchlaͤuft. Die vordere Spindel kommt durch den Mittelpunkt des Zifferblattes des Wekers, a, Fig. 29., und fuͤhrt den Wekerzeiger. An dem Ende der hinteren Spindel ist ein geraͤndelter Kopf oder ein geraͤndeltes Niet, welches dicht an die Platte kommt, und so die Schneke an dem Aufsteigen aus ihrer Stelle hindert, zugleich aber auch zur Stellung des Wekerzeigers dient. Es ist offenbar, daß die Zeiger des Wekers auf jeden beliebigen Theil des Zifferblattes desselben mittelst des geraͤndelten Kopfes gestellt werden kann.Dieser Saz ist im Handwerker weggelassen.A. d. R. Dieser leztere ist, zugleich mit der Schneke, in Fig. 23. dargestellt. Der Nuzen der Kerbe an der Kante der Schneke wird unten erklaͤrt werden: eine Seite der Kerbe steht senkrecht auf den Mittelpunkt, die andere schief. b ist das Wekerrad, von derselben Groͤße und Nummer, wie das Stundenrad h; die Zaͤhne des Wekerrades greifen in die Zaͤhne des Stundenrades, und ersteres dreht sich folglich in derselben Zeit herum, d.h., in zwoͤlf Stunden. Es ist hier als durchbohrt dargestellt, um die Wirkung des Aushebehebels auf die Schneke des Wekers zu zeigen. Es laͤuft auf der vorderen Spindel der Wekerschneke, und eine kreisfoͤrmige Feder hindert dasselbe, sich zu leicht auf dieser Spindel zu bewegen. Diese Feder druͤkt gegen die Spindel, wie man in dem abgenommenen Wekerrade sieht: Fig. 24. cc ist der Aushebehebel, dessen gekruͤmmte Spize auf der Kante der Wekerschneke ruht, und der Schweif liegt dicht an dem Halse des Haͤngezapfens oder Griffes der Uhr. Eine Feder, d, welche gegen einen kleinen hervorstehenden Arm dieses Hebels druͤkt, haͤlt denselben in seiner Lage. Es ist nun offenbar, daß, da das Wekerrad ziemlich fest auf der Spindel der Schneke aufsizt, es die Schneke mit sich umdrehen muß, so daß durch den Gang der Uhr die Kerbe in der Kante der Wekerschneke zu dem gekruͤmmten Theile des Aushebehebers alle zwoͤlf Stunden herumgefuͤhrt werden muß, und sobald die senkrechte Seite der Kerbe vor der gekruͤmmten Spize des Aushebehebers vorbei ist, wird sie mittelst der Feder, d, in die Kerbe eingetrieben, und der Schweif des Hebels aus dem Halse des Gehaͤnges herausgeworfen; die schiefe Seite der Kerbe wird aber den Hebel wieder in seine vorige Stellung heben. Die Vorrichtung, das Schlagwerk einer Uhr zu stellen, ist folgende. e in Fig. 22. ist ein Triebstok von derselben Nummer, wie der gewoͤhnliche. Die Spindel desselben laͤuft durch beide Platten und hat ein geraͤndeltes Haupt an seinem Ende, gerade so, wie die Schneke des Wekers. Dieser Triebstok ist mit dem Minutenrade, g, mittelst eines Zwischenrades, f, verbunden, welches irgend eine erforderliche Anzahl von Zaͤhnen eingeschnitten haben kann, indem es bloß dazu bestimmt ist, die Richtung des Triebstokes, e, zu andern. Hieraus erhellt offenbar, daß der Triebstok, e, in derselben Zeit seine Umdrehung vollendet, als der Roͤhrentriebstok (cannon pinion), d.h. in Einer Stunde. An dem Triebstoke, e, ist ein Arm mit einem Stifte in der Naͤhe der Spize angebracht, der unter dem unteren Arme der Gloke eingreift, h aushebt, und dieses so oft hebt,An arm with a pin near the point, that takes under the lower arm of the clock, discharges h, and lifts it every time it comes round. Dieß ist im Handwerker so uͤbersezt: ein Arm und in der Naͤhe der Spize des lezteren ein Stift angebracht, welcher den unteren Arm des Schlagwerkaushebers h greift, und diesen, so oft er herum koͤmmt, in die Hoͤhe hebt.“ A. d. R. als er herum kommt (in der Zeichnung ist es zum Theile gehoben dargestellt). Wenn aber der untere Arm des Glokenaushebers von dem Stifts in dem Atme des Triebstokes e abfallt, wird der obere Arm des Aushebers nach dem Halse des Gehaͤnges oder Griffes der Uhr mittelst einer Feder, k, zuruͤkgefuͤhrt die gegen einen kurzen hervorstehenden Arm des Aushebers druͤkt. Mittelst des geraͤndelten Hauptes an dem Ende der Spindel des Triebstokes, e, kann dem Roͤhrentriebstoke Bewegung mitgetheilt, und auf diese Weise die Uhr auf die Zeit gestellt werden. Um aber jedem Zufalle vorzubeugen, der durch eine Ruͤkbewegung des Minutenzeigers uͤber die Stunde entstehen koͤnnte, mache ich den unteren Am des Glokenaushebers so, wie er in Fig. 25. dargestellt ist, d.h., auf dieselbe Weise, wie die Passirfeder eines Chronometers, wodurch der Stift in dem Arme des Triebstokes e zuruͤk kann, ohne daß der Ausheber bewegt wird. Das Zifferblatt des Meters ist ein kleines Zifferblatt, von derselben Groͤße, als jenes des Secundenkreises. Es ist mit dem Wekerrade mittelst einer kleinen Roͤhre verbunden, welche aus dem Mittelpunkte des Wekerrades hervorsteht, und in den Mittelpunkt des Zifferblattes fest paßt. Das Zifferblatt ist mit den Stunden so) wie das Zifferblatt einer kleinen Taschenuhr, bemahlt (wie Fig. 29. zeigt), und in dem Zifferblatte der Taschenuhr befindet sich eine kreisfoͤrmige Oeffnung, durch welche man das Zifferblatt des Wekers sieht, wie a in Fig. 29.Diese lezten beiden Saͤze: durch welche etc.“ sind im Handwerker weggeblieben.A. d. R. Der Wekerzeiger muß in eine solche Lage gestellt werden, daß er genau auf den Mittelpunkt des Gehaͤnges oder Uhrgriffes weiset, wann der Aushebehebel faͤllt, oder aus dem Gehaͤnge herausgeworfen wird, und wenn XII auf dem Zifferblatts des Wekers in dem Mittelpunkte des Gehaͤnges oder Uhrgriffes steht, muß der Stunden- und Minuten-Zeiger so gestellt werden, daß er in derselben Richtung weiset, d.h. XII Uhr. Man wird nun sehen, daß, wenn der Minutenzeiger einen Umlauf vollendet hat, und wieder auf das Gehaͤnge weiset, der Stundenzeiger auf I Uhr deuten wird, und dann wird I auf dem Zifferblatte des Wekers nach dem Gehaͤnge zeigen, u.s.f. mit allen uͤbrigen Stunden. Wenn man nun einen Punkt auf dem Zifferblatte der Uhr dem Mittelpunkte des Gehaͤnges oder Uhrgriffes gegenuͤber bestimmt; so wird er die Stunde des Tages auf dem Zifferblatte des Wekers andeuten; und da der Zeiger des Wekers und das Zifferblatt desselben sich zugleich bewegen, und der Aushebehebel jedes Mal ausgeworfen wird, wann der Zeiger des Wekers nach dem Gehaͤnge oder Uhrgriffe zeigt, so ist offenbar, daß, der Zeiger des Wekers mag auf was immer eine Stunde auf dem Zifferblatte des Wekers gestellt werden, der Aushebehebel aus dem Gehaͤnge genau zu dieser Stunde ausgeworfen werden wird. Ich bringe auch einen kleinen Schieber an der Kante des Gehaͤuses an, auf derselben Seite des Gehaͤnges, auf welcher der Aushebehebel sich befindet, so daß, wenn kein Weker gebraucht wird, er dicht unter den Schweif des Hebels hinauf geschoben werden, und den Druk der gekruͤmmten Spize der Kante der Wekerschneke aufnehmen kann, so daß er im Gange der Uhr kein Hinderniß erzeugt.So that, when the alarum is not wanted, it may be pushed up close to the tail of the lever, and take the pressure of the curved point of the edge of the alarum snail, that it may be no hinderante to the going of the watch. Dieß ist im Handwerker so uͤbersezt: „so daß, wenn der Weker nicht gebraucht wird, man den Schieber dicht an den Schwanz des Hebels druͤkt; daher der krumme Theil des Hebels von dem Rande der Wekerschneke abgeruͤkt ist. A. d. R. Ich will nun die Art beschreiben, wie das Weker- und Gloken- oder Schlagwerk mittelst des Aushebehebels und des Glokenaushebers auf einander wirken; muß aber vorher bemerken, daß ich einen Durchschnitt oder eine Seitenansicht des Gloken- und Wekerwerkes zusammen, aber abgenommen und mit der Zeigerplatte, in Fig. 26. gegeben habe. Der Rahmen, aa, welcher das Raͤderwerk umfaßt, ist kleiner, als die Zeigerplatte, b, damit die Gloke, cc, die Werke bedekt.That the bell,cc, may cover the works; heißt im Handwerker: „damit Plaz fuͤr die Gloke, cc, bleibt.“ A. d. R. Die Gloke ist auf einen Zapfen, d, aufgeschraubt, welche in dem Mittelpunkte der oberen Platte befestigt ist. Durch die Gloke fuͤhren, den Spindeln der Federhaͤuser gegenuͤber, zwei Loͤcher, damit das Werk entweder mittelst eines besonderen Schluͤssels, oder durch geraͤndelte aufgeschraubte Koͤpfe auf den Spindeln, wie man dieselben in ee sieht, auf gezogen werden kann. Der Weker besteht aus einem sogenannten gehenden Federhause oder Cylinder (going barrel), mit einem staͤhlernen Rade an einem Ende, das in Zahne eines Sperrrades ausgeschnitten ist um den Hammer zu treiben: an dem anderen Ende ist das große Rad, welches das Raͤderwerk treibt. Das Raͤderwerk besteht gewoͤhnlich aus drei Raͤdern und vier Triebstoͤken; ich verfertige aber zuweilen das Wekerwerk mit einem sogenannten Sorgenrade (contrite wheel) am Ende des gehenden Federhauses, welches einen Triebstok mit einer Hemmung (balance) oder mit einem Kronenrade (crown wheel) treibt; wo dieß in Thaͤtigkeit tritt, treibt eine Ruthe (verge) den Hammer, der auf der Spindel der Ruthe befestigt ist.Dieser ganze Saz, von ich verfertige bis befestigt ist,“ ist im Handwerker gleichfalls weggelassen.A. d. R. Das Gloken- oder Schlag-Werk hat gleichfalls ein gehendes Federhaus mit derselben Anzahl von Raͤdern und Triebstoͤken, nebst einem Schlaghammer mit seiner Feder: alles ist hier so vorgerichtet, wie bei den meisten modernen Schlagwerken. Die beiden Drathschweife, gg, welche durch die Zeigerplatte b hervorstehen, sind, der eine mit dem Wekersperrer, der andere mit dem Stundenregulir-Hebel verbunden, die man am deutlichsten in Fig. 27. sieht, wo a der Stundenregulirungs-Hebel ist, der auf einem Drehezapfen wirkt, welcher in die Platte eingeschraubt ist. b ist der Schweif des Drathes. x ist die Regulirfeder. Leztere ist zunaͤchst an der Stelle, wo sie an dem Hebel aufgeschraubt ist, sehr duͤnn, und an dem anderen Ende ist ein Haken, der in das Sternrad, e, eingreift, und dasselbe jedes Mal treibt, wo der Hebel von dem Glokenwerk-Ausheber gehoben wird. Man sieht diese Feder von der Seite in Fig. 28. Aus der Gestalt dieses Hakens ist es klar, daß, wenn der Regulirhebel mittelst seiner Feder, c, zuruͤkgefuͤhrt wird, nachdem die Gloke geschlagen hat, der, schief niedersteigende Theil des Hakens, wenn er in Beruͤhrung mit den Zahnen des Sternrades kommt, (welches gleichfalls auf der Seite schief abgedacht ist), auf eine schiefe Flaͤche wirken, und die Feder so heben wird, daß der Haken daruͤber weggehen wird ohne das Rad zu bewegen, und bereit seyn wird, das Sternrad um eine andere Abtheilung herumzudrehen, sobald der Hebel wieder gehoben wird. Der Huͤpfer, d, mit seiner Feder sichert das Sternrad, daß es sich nie um mehr als eine Abtheilung auf ein Mal bewegt. Das Sternrad, e, ist in zwoͤlf Zaͤhne ausgeschnitten, und auf einem hohlen Cylinder zugleich mit der Schneke der Gloke, g, befestigt: beide stehen in geringer Entfernung von einander. Es dreht sich um einen Drehezapfen, der in den Mittelpunkt der Platte eingeschraubt ist. Der Cylinder ist von solcher Laͤnge, daß er etwas durch die Zeigerplatte hervorsteht, und fuͤhrt den Zeiger, wie man bei a, Fig. 30. sieht. Der Haken des Zahnstokes, h, hat einen gekruͤmmten Schweif, der mit einem kurzen Arme des Regulirhebels in Beruͤhrung kommt, wodurch, so oft der Hebel durch den Glokenausheber gehoben wird, der Haken aus dem Zahustoke, i, gehoben wird, und der Zahnstok wieder durch seine Feder, k, zuruͤkgetrieben wird. Der Arm des Zahnstokes faͤllt gegen die Schneke und regulirt das Schlagen. n ist der Vorfallfluͤgel (gathering pallet), der den Zahnstok aufzieht, wie die Uhr schlaͤgt. Bei p ist ein Stift in dem Regulirhebel, der durch eine Oeffnung in der Platte hervorragt, und mit einem Stifte in einem der Raͤder in Beruͤhrung kommt, so oft der Hebel gehoben wird, wodurch die Gloke vor dem Schlagen geschuͤzt wird, bis der Hebel zuruͤkfaͤllt. Der Wekerhammer ist bei v dargestellt, und s ist seine Feder. Wenn nun die Gloke Viertelstunden schlagen soll, so braucht man nichts mehr, als das Sternrad in 48 Zaͤhne zu schneiden, und die Glokenschneke so zu verfertigen, wie sie bei den meisten modernen Schlagwerken vorkommt, welche Viertelstunden schlagen; ferner den Triebstok, e, in der Taschenuhr, der in Fig. 22. dargestellt ist, mit vier Armen, statt mit Einem, auszustatten, und die Uhr wird bei ihrem Gehen Viertelstunden schlagen. Man kann sie auch ihre Kraft wiederholen, d.h., repetiren machen, wenn man eine Verbindung von dem Zahnstokhaken zu einem Zapfen oder Knopfe an irgend einem bequemen Theile des Untersazes, wie bei b, Fig. 29., anbringt, der mit dem Finger oder auf irgend eine Weise niedergedruͤkt werden kann, und so den Zahnstokhaken aushebt. Der Wekersperrer bekommt, wie man bei t, Fig. 27., in punktirten Linien sieht, einen Elbogen; er ist auf einer Spindel befestigt, die mit einem Drehezapfen versehen ist, und wirkt innerhalb der Platten des Gehewerkes: es wird etwas von der Kaste der Platte weggefeilt, damit der Drachschweif, u, durch die Zeigerplatte durch kann. An dem anderen Ende des Sperrers ist ein Stift, der gegen die Kante des Flugrades, o, ruht, das gleichfalls einen Stift in seiner Kante fuͤhrt, und gleichfalls durch punktirte Linien dargestellt ist. Er wird in dieser Lage mittelst einer feinen Feder, w, erhalten, welche gegen den unteren Arm des Sperrers druͤkt, so daß der Weker nicht los gehen kann, bis der Stift des Sperrers von der Kante des Rades entfernt wird, welches jedes Mal geschieht, wann der Aushebehebel aus dem Gehaͤnge oder Uhrgriffe ausfaͤllt, wo er in Beruͤhrung mit dem Drathschweife, u, des Wekersperrers kommt, und diesen aus dem Flugrade, o, hebt. Die Weise, wie die Taschenuhr mit dem Weker- und Schlags Werke verbunden wird, ist folgende. Fig. 30. ist ein Untersaz aus Holz oder Metall. Das Wekerwerk und Gloken- oder Schlag-Werk ist ruͤkwaͤrts in den Untersaz ungefaͤhr bis in die Haͤlfte desselben mit der Zeigerplatte eingelassen, um an der Vorderseite zu weisen, wie man in Fig. 30. sieht. a ist ein kleines Zifferblatt auf der Mitte der Platte, auf welchem die Stunden gemahlen sind, wie man in der Figur sieht. Die Oeffnung an der Vorderseite ist so groß, daß die Taschenuhr mit dem Gehaͤuse in dieselbe paßt, wenn sie mit Leder oder Felbel ausgefuͤttert ist. Der Boden des Gehaͤuses der Taschenuhr wird von der Zeigerplatte mittelst eines ledernen Ringes, b, etwas entfernt gehalten, so daß er den Zeiger nicht beruͤhrt.So daß,“ etc. fehlt im Handwerker.A. d. R. Die beiden Drathschweife des Wekersperrers und des Regulirhebels ragen in diese Oeffnung durch die Zeigerplatte uͤber XII hervor, und kommen etwas uͤber das Gehaͤnge oder den Uhrgriff: sie stehen in solcher gleichen Entfernung von einander, daß sie das Gehaͤnge oder den Griff zwischen sich durchlassen. Es ist ferner eine Vertiefung fuͤr den Knopf des Gehaͤnges oder Uhrgriffes ausgeschnitten, damit die Uhr immer in derselben Lage gehen muß. Um nun die Taschenuhr so anzubringen, daß sie die Stunden richtig schlaͤgt, muß der Zeiger in der Richtung 1, 2, 3 u.s.f. auf die Stunde gestellt werden, welche die Uhr zulezt schlug. Es sey nun z.B. die Stunde auf der Uhr halb Ein Uhr; so steht der Zeiger, so wie er in a, Fig. 30. dargestellt ist, richtig. Wenn aber die Stunde auf der Uhr Drei Uhr voruͤber ist, so muß der Zeiger auf III gestellt werden, und, wenn die Uhr so angebracht ist, wie Fig. 29. zeigt, so wird die Gloke die Stunden schlagen, wie die Uhr fortgeht.Der Saz: Wenn aber bis fortgeht ist im Handwerker weggelassen.A. d. R. Wenn der Weker gebraucht werden soll, so ist nichts anderes nothwendig, als den Zeiger des Wekers auf die Stunde zu stellen, an welcher er nach dem Zifferblatte des Wekers losgehen soll, den Weker in den Untersaz zu sezen, und denselben aufzuziehen. Die Punkte, auf welche ich mein ausschließliches Recht und Privilegium an den obigen Erfindungen gruͤnde, sind; 1) die neuen Verbindungen des Mechanismus, durch welche der Aufzieheapparat hervorgebracht wird. 2) die Schneke und das Rad des Wekers mit dem Aushebehebel und mit seiner Feder. 3) der Mechanismus fuͤr das Schlagwerk, wie er in Fig. 22. dargestellt ist, in Verbindung mit dem Stundenregulirungs-Hebel, wie man bei a in Fig. 27. sieht. 4) der Mechanismus, der mit der gehenden Schneke und mit dem Federausfall, d, Fig. 18., verbunden ist. 5) endlich die Weise, wie der Boden des Gehaͤuses mittelst einer Knoͤchelfeder geoͤffnet wird, wodurch die Hervorragung außen an dem Gehaͤuse uͤberfluͤssig wird.

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