Titel: Bleichapparat von J. Morris in Manchester.
Fundstelle: Band 246, Jahrgang 1882, S. 25
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Bleichapparat von J. Morris in Manchester. Mit Abbildung auf Tafel 3. Morris' Bleichapparat. Der Bleichapparat von J. Morris in Manchester (*D. R. P. Kl. 8 Nr. 18 685 vom 22. Januar 1882) soll es ermöglichen, die verschiedenen Behandlungen der Stoffe zum Bleichen in ein und demselben Bottich vorzunehmen. Der offene Bottich A (Fig. 8 Taf. 3) ist mit dem durchbrochenen Boden b versehen, unter welchem ein Rohr c mit den beiden Zweigröhren e und dem Ablaſshahn d angebracht ist. Das eine Zweigrohr e führt zu dem Behälter f mit der Bleichflüssigkeit und dem Säurebehälter g, das andere aber zu dem geschlossenen Behälter h mit dem Dampfstrahlapparat m. Bei Verwendung dieses Bleichapparates sind alle Hähne geschlossen, während man das Bleichgut in den Bottich A einlegt. Man öffnet den Hahn q des Wasserrohres p, füllt den Bottich mit Wasser, schlieſst den Hahn wieder und setzt die erforderliche Menge des Bäuchmittels zu. Dann wird Dampfhahn l und Hahn z geöffnet, so daſs die nun den Behälter h füllende Bäuchflüssigkeit mittels des durch Rohr k in den Trichter m ausströmenden Dampf mit fortgerissen und durch das Rohr n mittels des Vertheilers o über das im Bottich lagernde Bleichgut ausgespritzt wird. Ist das Bäuchen beendet, so werden die Hähne l und z wieder geschlossen, der Ablaſshahn d wird geöffnet, so daſs die Bäuchmittellösung abläuft. Man öffnet Wasserhahn q, um das Bleichgut abzuwaschen, worauf die Hähne q und d geschlossen und der Hahn i in dem zum Behälter f führenden Zweigrohr e geöffnet wird. Hierauf wird die Pumpe r in Betrieb gesetzt, welche aus dem Behälter f die Bleichflüssigkeit in ununterbrochenem Strom durch Rohr s über das Bleichgut und zurück in den Behälter f laufen läſst. Ist dies lange genug geschehen, so läſst man die ganze Lösung aus dem Bottich durch den Hahn i wieder in den Behälter f abflieſsen, worauf der Hahn i geschlossen wird. Nun öffnet man die Hähne d und q, wäscht das Bleichgut mit Wasser, schlieſst alle Hähne, mit Ausnahme desjenigen, welcher das Zweigrohr e mit dem Säurebehälter g verbindet und setzt die Pumpe P in Betrieb, welche die Säure auf das Bleichgut hebt. Hat die Säure hinreichend eingewirkt, so läſst man sie in den Behälter g zurücklaufen, schlieſst Hahn i und spült das Bleichgut mit Wasser ab. Nun schlieſst man den Ablaſshahn d und füllt den Bottich wieder durch den Hahn q mit der genügenden Menge Wasser, welchem man nach Schlieſsen des Hahnes die entsprechende Menge Seife zusetzt. Dann läſst man wiederum durch Oeffnen der Hähne l und z die Seifenlösung in das Gefäſs h treten, von wo sie durch den Dampfstrahl auf die nämliche Art in den Bottich und über das Bleichgut vertheilt wird wie vorher die Bäuchlösung. Hat die Seifenlösung lange genug auf die zu bleichenden Stoffe eingewirkt, so schlieſst man l und z und öffnet d, um die Seifenlösung aus dem Bottich zu lassen, worauf das Bleichgut nochmals mit Wasser abgespült wird. Erforderlichenfalls kann man diese Behandlung wiederholen, ohne die Stoffe aus dem Bottich zu nehmen. Will man den Behälter h nicht anwenden, so legt man den Dampfstrahlapparat in den Bottich selbst unter den durchlöcherten Boden b.

Tafeln

Tafel Tafel 3
Tafel 3