Titel: BÜCHERSCHAU.
Fundstelle: Band 327, Jahrgang 1912, S. 495
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BÜCHERSCHAU. Bücherschau Das Schicksal der Planeten. Von Svante Arrhenius. 8° 55 Seiten mit zwei Figuren. Leipzig 1911. Akademische Verlagsgesellschaft. Preis geb. M 2,–, In glänzender Schilderung entwirft der berühmte Verfasser ein anschauliches Bild von Vergangenheit und Zukunft der Erde. Von den benachbarten Weltkörpern ist die Venus jetzt etwa in dem Zeitalter, welches unsere Erde zur Steinkohlenzeit durchlebte; es ist durch feuchte kohlensäurereiche Luft und tropische Wärme gekennzeichnet. Allmählich werden durch die verwitternden Gesteine Kohlensäure und Wasser aufgezehrt, das schon jetzt z.B. in Ostturkestan vorhandene Wüstenklima breitet sich immer weiter aus, bis der gegenwärtig auf dem Mars herrschende Zustand erreicht ist. Nach Arrhenius ist die mittlere Temperatur auf dem Mars – 37°; Wasser ist nur in Salztümpeln enthalten, welche im Sommer auftauen und dann blaugrün erscheinen, während sie im Winter von rotem Wüstenstaub bedeckt sind. Nur an den Polen scheidet sich eine hauchdünne Eisschicht ab. Die Atmosphäre ist fast völlig verschwunden, da der Sauerstoff durch Oxydation (etwa von Eisenerzen) verbraucht und der Stickstoff durch elektrische Entladungen in Stickoxyde übergeführt und als Salpeter gebunden wurde. Völlig tot ist der Mond, von dem die letzten Gasmoleküle in den Weltenraum entflogen sind; in fernen Zeiten ist dies auch das Schicksal der Erde wie aller Planeten. K. Arndt. Das Eisenhüttenwesen. Eine Uebersicht seiner Entwicklung, sowie seiner kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung. Von H. Jüptner v. Jonstorff. 8°. XII und 212 Seiten mit 123 Figuren. Leipzig 1912. Akademische Verlagsgesellschaft. Preis geb. M 6,80. Das Buch ist aus Vorlesungen entstanden, welche der als sehr fruchtbarer Schriftsteller bekannte Verfasser September 1910 in den Salzburger Hochschulkursen hielt. Das Werk zerfällt in drei Teile: Das Altertum der Eisenerzeugung, die neuere Zeit und die neueste Entwicklung. Eine fast allzu große Fülle von Einzelheiten ist zusammengetragen und zu einem interessanten Wandelbilde aneinandergereiht worden. Auch dem Fachmann werden verschiedene der kulturgeschichtlichen Mitteilungen neu sein; der Laie erhält einen guten Einblick in eine der wichtigsten Großindustrien. Unter den Abbildungen sind die schematischen Zeichnungen gut und klar, die übrigen zum Teil etwas unscharf. K. Arndt. Laboratoriumsbuch für die anorganische Großindustrie. Von D. C. v. Hohorst. Nebst einem Kapitel Kunstdüngerindustrie. Von Ing. Chem. Milan Rosenberg. (Laboratoriumsbücher für die chemische und verwandte Industrien, Bd. 13). 8°. VIII und 119 Seiten. Mit 25 Figuren. Halle 1911. W. Knapp. Preis M 5,60. Das vorliegende kleine Werk gibt in guter Auswahl dem in die Praxis eintretenden jungen Chemiker Anweisungen zur Analyse von Wasser, Schwefelverbindungen, Chilesalpeter, Salzsäure, Soda, Schamotte und allerlei anderen im Fabrikbetriebe wichtigen Stoffen. Als Anhang folgen zahlreiche Tabellen über Säuredichten und Analysenberechnungen. Naturgemäß kann das Büchlein die größeren Werke über analytische Chemie nicht völlig ersetzen; auch im einzelnen möchte ich hier und da eine andere Vorschrift geben; sicherlich aber wird das inhaltreiche Heft dem Betriebschemiker und dem, der es werden will, erwünscht sein. K. Arndt. Schaltlehre. Anleitung zur Ausmittlung von Schaltungen elektrischer Einrichtungen. Von Richard Lischke. Groß-Oktav. VIII und 151 Seiten. Mit 87 Figuren und 56 Schalttabellen. Leipzig 1911. Hachmeister & Thal. Preis M 5,–. In der Schaltlehre bietet der Verfasser zwei Verfahren, um sicher und verhältnismäßig schnell Schaltungen für Schwach- und Starkstromanlagen mit gegebenen Schaltbedingungen zu ermitteln und zielbewußt auf die einfachste Form zurückzuführen. Durch die Verbindung einer scharf durchdachten Zeichenschrift mit den für die verschiedensten Fälle zugerichteten Regeln arbeiten die Verfahren ähnlich wie eine Rechenmaschine, indem sie bei richtiger Anwendung das gewünschte Resultat fast selbsttätig herausspringen lassen. Dabei unterliegt das an zweiter Stelle mitgeteilte Verfahren hinsichtlich seines Anwendungsbereiches keiner Beschränkung im Gegensatz zum ersten Verfahren, das nur bei einer beschränkten Gruppe von Schaltungen – hier aber mit bestem Erfolge – brauchbar ist. Die Darstellung ist in allen Teilen des Werkes außerordentlich klar, das Verständnis der Regeln wird durch eine große Anzahl von durchgeführten Beispielen aus der Praxis wirksam unterstützt. Jeder Ingenieur, der häufiger Schaltungen zu entwerfen hat, wird aus dem Studium des Buches größten Nutzen ziehen. Dr.-Ing. Holm. Theorie der elektrostatischen Meßinstrumente und ihre praktischen Ausführungsformen. Von Prof. Dr. Scholl-Leipzig und Dr.-Ing. Voege, Hamburg. Mit 40 Figuren. Elektrische Temperatur-Meßapparate. Von Diplom-Ingenieur Schwenn. Mit 64 Figuren. Elektrisches Heizen und Kochen. Von Ing. Wernicke. Mit 105 Figuren. 3 Sonderabdrücke aus „Helios“, Fach- und Exportzeitschrift für Elektrotechnik. Leipzig 1911. Hachmeister & Thal. Preis jedes Sonderdruckes M 1,50. Zweifellos erwirbt sich der Verlag ein Verdienst, indem er durch bewährte Fachleute in seiner Zeitschrift weiten Kreisen der Industrie und des Handels wertvolle anregende Aufsätze aus den verschiedensten Gebieten der Elektrotechnik liefert. Da die Verfasser der sämtlichen vorliegenden Werkchen ihre Aufgabe recht geschickt gelöst und für ihr jeweiliges Fachgebiet kurze, leicht verständliche Uebersichten über den augenblicklichen Stand von Theorie und Praxis gegeben haben, so erscheint es wohl gerechtfertigt und ist mit Dank zu begrüßen, daß der Verlag es unternommen hat, die drei Aufsatzreihen als Sonderabdrücke weiteren Kreisen zugänglich zu machen. Dr.-Ing. Holm. BEI DER REDAKTION EINGEGANGENE BÜCHER. Lehrbuch der chemischen Technologie und Metallurgie. Unter Mitwirkung hervorragender Fachleute von Dr. Bernhard Neumann, a. o. Professor an der Technischen Hochschule in Darmstadt. Mit 898 Figuren und 5 Tafeln. Leipzig 1912. S. Hirzel. Preis geh. M 18,–, geb. M 19,20. Eisenkonstruktion. Leitfaden für den Unterricht an Baugewerkschulen und verwandten technischen Lehranstalten. Von Prof. August Göbel, Dipl.-Ing. und Oberlehrer an der Kgl. Baugewerkschule in Posen. Zweite, vermehrte und verbesserte Auflage von Dipl.-Ing. O. Henkel, Oberlehrer an der Kgl. Tielbauschule in Rendsburg. Erster Teil. Mit 181 Figuren. Zweiter Teil. Mit 302 Figuren. Leipzig und Berlin 1912. B. G. Teubner. Preis des I. Teils geh. M 2,–, des II. Teils geh. M 2,20. Die Ausführung von Eisenbetonbauten. Leitfaden für den Unterricht an Baugewerkschulen. Von Martin Preuß, Kgl. Oberlehrer in Breslau. Mit 31 Figuren. Leipzig und Berlin 1912. B. G. Teubner. Preis M 1,60. Mathematisch-physikalische Schriften für Ingenieure und Studierende. Von Professor Dr. E. Jahnke. Konforme Abbildung von Leo Lewent, weil. Oberlehrer an der 7. Realschule zu Berlin. Mit einem Beitrag von Dr. Wilhelm Blaschke, Privatdozent an der Universität Greifswald. Mit 40 Figuren. Leipzig und Berlin 1912. B. G. Teubner. Preis geh. M 2,80, geb. M 3,20. Die Grundlagen der deutschen Material- und Bauvorschriften für Dampfkessel. Von R. Baumann, Professor an der Kgl. Technischen Hochschule Stuttgart. Mit einem Vorwort von Dr.-Ing. v. Bach, Kgl. Württemb. Baudirektor, Professor des Maschineningenieurwesens an der Kgl. Technischen Hochschule Stuttgart, Vorstand des Ingenieurlaboratoriums und der Materialprüfungsanstalt an derselben. Mit 38 Figuren. Berlin 1912. Julius Springer. Preis geb. M 2,80. Mechanische Triebwerke und Bremsen. Von Dr. St. Löffler Mit 108 Figuren. München und Berlin 1912. R. Oldenbourg. Preis M 6,–. WIRTSCHAFTLICHE RUNDSCHAU. Aegyptens Einfuhr von Metallen und Metallwaren 1911. Aegyptens letztjährige Einfuhr von Metallen und Metallwaren im Werte von 2977354 £E. verteilte sich auf die Haupteinfuhrländer wie folgt: Großbritannien 1143042, Deutschland 425005, Belgien 392 136, Frankreich 349451, Oesterreich-Ungarn 125201 £E. Gegen das Vorjahr ist die britische Einfuhr um 276000 £E., die deutsche um 87000 £E., die französische um 63000 £E. gestiegen, während die belgische sich um 5000 £E. verringert hat. Gußeisen wurde für 5094 £E. aus Großbritannien eingeführt. Gußeiserne Röhren (Wert: 65805 £E.) kamen zu ⅔ aus Großbritannien, zu ¼ aus Frankreich und für 3817 £E. aus Deutschland. Abflußröhren sind britische Spezialität, während Röhren für Wasser- und Gasleitungen vorwiegend französischer Herkunft sind. Deutsche Ware ist zu teuer, um großen Absatz zu finden. Die Einfuhr von emaillierten Geschirren ist im Werte auf 76114 £E. gestiegen, wovon auf Oesterreich-Ungarn 61651 £E., auf Deutschland 11479 £E. fielen. Die Einfuhr Oesterreichs ist gegen das Vorjahr fast um das Doppelte gewachsen. Seine Ware eignet sich besser als die deutsche für den großen Verbrauch, auch ist sie billiger, weil sie von einer Hausindustrie hergestellt wird. Gußeisen in bearbeiteter Form und in Verbindung mit anderen Metallen für industrielle und landwirtschaftliche Zwecke kam im Werte von 55259 £E. zu ⅓ aus Großbritannien, zu ¼ aus Frankreich, im übrigen namentlich aus Deutschland (Wert: 6647 £E.) und Belgien. Eiserne Reifen zum Beschlagen der gepreßten Baumwollballen in einer Einfuhrmenge von 6754 t im Werte von 48812 £E. wurden zu ¾ aus Großbritannien, im übrigen aus Deutschland und Belgien bezogen. Die deutsche Einfuhr ist auf 1014 t im Werte von 7322 £E. zurückgegangen. Das Metall der Reifen muß biegsam und von guter Qualität sein. Diesem Erfordernis entspricht am meisten die britische Ware. Eiserne Träger wurden in einer Menge von 17327 t im Werte von 92953 £E. zu 85% aus Belgien, sonst aus Großbritannien und Deutschland eingeführt. Deutschland lieferte 1358 t für 7137 £E. Es ist wegen der höheren Frachtkosten Belgien gegenüber im Nachteil. Träger werden nicht bloß bei Bauten, sondern auch als Stützen für die hölzernen Pfosten von Telegraphen- und Telephonleitungen und für leichte, dort hergestellte Eisenbauten verwendet. Die Einfuhr von Eisenbahnschienen betrug 19591 t im Werte von 114115 £E., wovon Großbritannien 10882 t für 65979 £E., Deutschland 4233 t für 21973 £E. und Belgien 3620 t für 21352 £E. lieferten. Die Einfuhr aus Deutschland hat sich gegen das Vorjahr verdreifacht, weil eine Lieferung für die Staatseisenbahn an deutsche Fabriken vergeben wurde. Im allgemeinen liefert es hauptsächlich leichte Schienen für Kleinbahnen und Straßenbahnen. Bleche wurden in einer Menge von 8998 t im Werte von 60708 £E. zu fast ⅔ aus Belgien und zu je ⅛ aus Großbritannien und Deutschland bezogen. Letzteres sandte 1059 t für 6486 £E. Gewöhnliche Bleche sind größtenteils britischer und belgischer, feine meistens britischer und Bleche von großen Dimensionen deutscher Herkunft. Die Einfuhr von Stab- und Winkeleisen belief sich auf 22913 t für 119696 £E. Hieran waren Belgien mit 18988 t für 93188 £E., Deutschland mit 2725 t für 14039 £E. Textabbildung Bd. 327 und Großbritannien mit 1035 t für 9242 £E. beteiligt. Die deutsche Einfuhr dürfte fast das Doppelte betragen haben und zum Teil in der belgischen Einfuhr enthalten gewesen sein. Eisenkonstruktionen für Bauten wurden in einer Menge von 7714 t für 115282 £E. bezogen, wovon ⅓ auf Belgien, je ¼ auf Frankreich und Großbritannien und der Rest mit 916 t im Werte von 14039 £E. auf Deutschland fielen. Die Einfuhr war etwas kleiner als im Vorjahr; sie ist sehr abhängig von dem Umfang der Bauten, die die Regierung ausführen läßt. Der Absatz deutscher Ware betrug nur ⅓ des Absatzes im Vorjahr. Eiserne Röhren, die hauptsächlich zu Bewässerungsanlagen verwendet werden, kamen im Werte von 106232 £E. zu fast ¾ aus Großbritannien und für 24689 £E. aus Deutschland. Der Absatz hat gegen das Vorjahr um 40% zugenommen. Die Einfuhr von Eisenwaren aller Art, wie Tür- und Fensterbeschläge, Türangeln, Beschläge für Karren und Waggons, Räder für Waggons und Lokomotiven, Schlepphaken und Puffer für Eisenbahnwagen, Eisenbahnschwellen, Riegel, Gitter, große eiserne Ringe, eiserne Ketten, Nägel und Stifte, Hufeisen, Reit- und Fahrgeschirrteile, Sprungfedern, Drahtgeflechte, eiserne Geschirre u. dergl. hatte einen Wert von 243892 £E. gegen 165572 £E. im Vorjahr. Hauptlieferanten waren: Großbritannien mit 113557, Belgien mit 52080, Deutschland mit 47 439 und Frankreich mit 22224 £E. Der Absatz deutscher Ware hat sich gegen das Vorjahr verdoppelt. Schlosserwaren (Wert: 117887 £E.) wurden für 61425 £E. von Deutschland, für 22010 £E. von Großbritannien und im übrigen hauptsächlich von Frankreich und Belgien geliefert. Geldschränke (Wert: 16848 £E.) kamen zu ⅗ aus Großbritannien und zu ⅕ aus Oesterreich-Ungarn. Deutsche Ware war wenig vertreten. Eiserne Bettstellen (Wert: 89118 £E.) waren fast ganz britischer Herkunft. Eine Konkurrenz dagegen ist ausgeschlossen. Weißblech und Waren daraus (Wert: 119066 £E.) wurden zu 85% von Großbritannien, im übrigen namentlich von Frankreich und Deutschland bezogen. Großbritannien liefert hauptsächlich Wellbleche. Der Absatz deutscher Ware belief sich auf 5071 £E. und hat sich gegen das Vorjahr verdoppelt. Werkzeuge für den Handwerksbetrieb, Acker- und Gartenbau (Wert: 65994 £E.) kamen zu ⅖ aus Großbritannien, zu ⅙ aus Frankreich und für 17001 £E. aus Deutschland. Der Absatz deutscher Werkzeuge ist gegen das Vorjahr auf das Doppelte gestiegen. Die Einfuhr von Kupferblech und gewalztem Kupfer hat sich von 2312 t im Vorjahr auf 3539 t im Werte von 238464 £E. gehoben. Hiervon lieferten Großbritannien 90% und Deutschland 106 t für 7161 £E. Bearbeitetes Kupfer für industrielle Zwecke und elektrische Anlagen, Haus- und Küchengeräte aus Messing wurden für 55667 £E. eingeführt, wovon auf Frankreich 16685 £E., auf Deutschland 13865 £E. und auf Großbritannien 13205 £E. fielen. Der wichtigste deutsche Artikel sind Hausund Küchengeräte. Zink und Blei in Platten und bearbeitet (Wert: 17711 £E.) war vorwiegend belgischer und französischer Herkunft. Zinn in Stücken und Stangen (Wert: 46650 £E.) wurde zu ⅔ aus Großbritannien, zu ¼ aus Frankreich und für Textabbildung Bd. 327 4739 £E. aus Deutschland, bleierne Röhren für Gas- und Wasserleitungen (Wert: 13600 £E.) zu ¾ aus Frankreich und Algerien und für 2274 £E. aus Deutschland bezogen. Waren aus anderen Metallen, wie Nickel und Aluminium (Wert: 47575 £E.) lieferten zu ⅓ Großbritannien, zu ¼ Frankreich, zu ⅕ Oesterreich-Ungarn und für 7438 £E. Deutschland. Waffen (Wert: 7002 £E.) waren vorwiegend britischen und belgischen Ursprungs. Das Geschäft ist schwierig, weil die Regierung den Waffenhandel streng überwacht. (Aus einem Berichte des Kais. Konsulats in Alexandrien.) Geschäftliches. Das Technikum Mittweida ist ein unter Staatsaufsicht stehendes, höheres technisches Institut zur Ausbildung von Elektro- und Maschinen-Ingenieuren, Technikern und Werkmeistern und zählt jährlich etwa 2000 bis 3000 Besucher. Der Unterricht sowohl in der Eelektrotecknik als auch im Maschinenbau wurde in den letzten Jahren erheblich erweitert und wird durch die reichhaltigen Sammlungen, Laboratorien für Elektrotechnik und Maschinenbau, Werkstätten und Maschinenanlagen usw. sehr wirksam unterstützt. Das Wintersemester beginnt am 15. Oktober 1912, und es finden die Aufnahmen für den am 30. September beginnenden, unentgeltlichen Vorkursus von Mitte September an wochentäglich statt. Ausführliches Programm mit Bericht wird kostenlos vom Sekretariat des Technikums Mittweida (Königreich Sachsen) abgegeben. In den mit der Anstalt verbundenen, etwa 3000 qm bebaute Grundfläche umfassenden Lehr-Fabrikwerkstätten finden Praktikanten zur praktischen Ausbildung Aufnahme. Auf allen bisher beschickten Ausstellungen erhielten das Technikum Mittweida bezw. seine Präzisions-Werkstätten hervorragende Auszeichnungen. Industrie- und Gewerbe-Ausstellung Plauen: die Ausstellungsmedaille der Stadt Plauen „für hervorragende Leistungen“. Industrie- und Gewerbe-Ausstellung Leipzig: die Königl. Staatsmedaille „für hervorragende Leistungen im technischen Unterrichtswesen“. Industrie-Ausstellung Zwickau: die goldene Medaille. Internationale Weltausstellung Lüttich: den Prix d'honneur. Ausschreibungen und Projekte. Mineralien, Metalle, Maschinen. Eisenbahnmaterial. Bulgarien. Lieferung von Eisenbahnmaterial (Schienen, Laschen, dreilöcherigen Unterlagen, Bolzen, Krampen, sowie 50 Weichen-Kreuzungsanlagen). 17. August 1912, Kreisfinanzverwaltung in Sofia. Anschlag 681 185,15 Fr. Sicherheitsleistung 5%. Die Vergebung kann entweder im ganzen oder in drei Teilen a) für Schienen, Laschen und dreilöcherige Unterlagen; b) für Bolzen und Krampen und c) für Weichen-Kreuzungsanlagen erfolgen. Lastenhefte, Zeichnungen usw. sind bei der Generaldirektion der bulgarischen Eisenbahnen in Sofia zu a und b für zusammen 5 Fr., zu c für 15 Fr. erhältlich. Bulgarien. Lieferung von Werkzeugen und Instrumenten für die Eisenbahnverwaltung nach den Verzeichnissen Nr. 10, 11 und 12. 12. August 1912, Kreisfinanzverwaltung in Sofia. Anschlag 17535 Fr., 9150 Fr. und 19716 Fr. Sicherheitsleistungen 878 Fr., 458 Fr. und 986 Fr. Die Lastenhefte, die Verzeichnisse sowie Muster der zu liefernden Waren liegen an Werktagen in der Kanzlei der Kreisfinanzverwaltung in Sofia zur Einsicht aus. Textabbildung Bd. 327 Bulgarien. Lieferung von Schaufeln für die Eisenbahnverwaltung. 7. August 1912, Kreisfinanzverwaltung in Sofia. Anschlag 4000 Fr. Sicherheitsleistung 200 Fr. Lastenhefte, Verzeichnis (Nr. 301) usw. liegen an Werktagen in der Materialien-Abteilung der bulgarischen Eisenbahnabteilung in Sofia zur Einsicht aus. Niederlande. Lieferung einer Drehscheibe (von 20 m Durchmesser) nebst Zubehör für die Station Herzogenbusch. 6. August 1912, Compagnie pour l'exploitation des chemins de fer de l'Etat, in Utrecht. (Moniteur des Intérêts Matériels.) Bosnien. Umpflasterung der Stadt Sarajewo. Dem Vernehmen nach besteht der Plan einer Umpflasterung der Stadt Sarajewo. Der Wertgegenstand soll sich auf etwa 1½ Millionen Kronen belaufen. Interessenten würden sich, am besten in kroatischer Sprache, um nähere Auskunft an den Gemeinderat zu wenden haben. (Bericht des Kaiserl. Konsulats in Sarajewo.) Italien. Bau einer Landungsbrücke mit Zufahrtstraße bei der Insel Bianka im Hafen von Terranova Pausania. Vergebung durch das Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Rom und gleichzeitig durch die Königliche Präfektur in Sassari am 14. August 1912, vorm. 10 Uhr. Voranschlag 662176 Lire. Offerten, Zeugnisse und vorläufige Sicherheitsleistung von 30000 Lire bis zum 4. August 1912. Endgültige Sicherheitsleistung 1/10 der Zuschlagssumme. Näheres in italienischer Sprache beim Reichsanzeiger. Spanien. Bau einer Ladestelle für Erze im Hafen von Melilla. Angebote bis zum 2. November 1912, 12 Uhr, an die Baukommission (Junta de Fomento) in Melilla. Näheres in spanischer Sprache beim Reichsanzeiger. Dominikanische Republik. Die Gesellschaft The Central Romana in La Romana (Gesellschaftssitz Greenwich Connecticut) beabsichtigt, Zuckerplantagen, Zuckerfabriken und damit im Zusammenhange stehende landwirtschaftliche und gewerbliche Betriebe in Angriff zu nehmen. Sie hat die in dem Gesetze vom 26. Juni 1911 für landwirtschaftliche Betriebe vorgesehenen Vergünstigungen erhalten. Frankreich. Die landwirtschaftliche Kommission der Deputiertenkammer hat ihren Bericht über den Gesetzentwurf, betreffend die Herbeiführung der „déclaration d'utilité publique“ wegen Herstellung eines Kraftwerks an der Durance und der Versorgung der benachbarten Departements mit Wasser und elektrischer Kraft, erstattet. Er soll demnächst gedruckt und verteilt werden. (Aus einem Berichte des Kaiserl. Konsulats in Marseille.) Ecuador. Zum Bau eines Hafendammes in Bahia de Caraquez sind 10000 Sucres bewilligt worden. (Bulletin of the Pan American Union.) Textabbildung Bd. 327