Workflow

1. Imagedigitalisierung

Im Digitalisierungszentrum der SLUB Dresden arbeiten ausgebildete Fachkräfte mit der allerneuesten Technologie. Jeder Band wurde dort vorausgehend kollationiert und auf Besonderheiten (aufklappbare Bildtafeln, zerstörte Seiten, Notizzettel etc.) geprüft. Dann wurden die Bände des »Polytechnischen Journals« in chronologischer Reihenfolge von einem Scanroboter der Firma Qidenus Technologies Wien abfotografiert. Das ermöglichte eine hochaufgelöste Digitalisierung in Vollfarbe bei einem Öffnungswinkel von nur ca. 60 Grad, wodurch die Bände stark geschont werden konnten.

Eine Ausnahme stellten hier einige Bände aus den Anfangsjahren der Zeitschrift dar. Diese sind teilweise so fest gebunden, dass sie händisch gescannt werden mussten, da noch nicht einmal der ansonsten notwendige Öffnungswinkel von 60 Grad erreicht werden konnte.

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Abb. 1 Imagedigitalisat einer Journalseite (Bd. 1, 1820, S. 374). Das Faksimile aus Dinglers »Polytechnischem Journal« dient als Vorlage zur weiteren Verarbeitung.

2. Texterkennung/Textauszeichnung

Die Volltexterkennung und automatische Aufnahme der Metadaten wird durch den erfahrenen Digitalisierungsdienstleister Editura GmbH realisiert. Die Texterkennung per OCR beinhaltet gleichzeitig die Auszeichnung diverser struktureller Merkmale per ›tagging‹. Diese Auszeichnung des Textes ermöglicht später eine Volltextansicht des Dokumentes und geht weit über die Möglichkeiten von schlicht mit dem Text hinterlegten Images hinaus. Weitere Informationen zur Texterkennung und TEI-Auszeichnung finden Sie hier.

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Abb. 2 Bei der Texterfassung werden textuelle Daten erfasst. Anschließend bzw. schon während dieses Arbeitsschrittes werden Format- und Strukturinformationen in das XML/TEI-File eingetragen.

3. Wissenschaftliche Bearbeitung und Nutzbarmachung

Die Textauszeichnung wird nach einer Analyse von Nutzungsszenarien noch tiefer granuliert, um den gezielten Zugriff auf die Digitalisate zu ermöglichen. So entsteht eine hochwertige, komfortable und öffentlich zugängliche Datenbank mit großem wissenschaftlichem Mehrwert gegenüber der gedruckten Version. Detaillierte Informationen über die wissenschaftliche Nutzbarmachung der Digitalisate finden Sie hier.

4. Präsentationssystem

Das Produktions- und Präsentationssystem »Goobi« wurde am Göttinger Digitalisierungszentrum in Kooperation mit Universitätsbibliothek Göttingen und an der SLUB Dresden entwickelt. Ziel ist, den Workflow großer Digitalisierungsprojekte zu koordinieren und zugleich ein Dokument-Management-System bereitzustellen, das den Anforderungen der DFG für die Online-Verfügbarmachung (DFG-Viewer) genügt. Goobi wird u.a. an der SLUB erfolgreich zur Realisation von Digitalisierungsprojekten verwendet und befindet sich in aktiver Weiterentwicklung. Die Anzeige der Faksimile anhand der entsprechenden METS-Dateien erfolgt in unserem Projekt mithilfe von »Goobi«.

Für die Präsentation der Volltexte sowie einer parallelen Text-Bild-Ansicht kommt eine in Kooperation mit dem Deutschen Textarchiv entstandene eigene Softwarelösung zum Einsatz. Diese ist vollständig Open Source.